Gehaltserhöhung: So bekommst du mehr Geld
Wenn du nicht gerade in einem tariflich geregelten Einkommensverhältnis stehst, ist eine Gehaltserhöhung kein Selbstläufer. Wenn du mehr Geld verdienen möchtest und eine Gehaltserhöhung nach deinen Vorstellungen durchsetzen willst, brauchst du gute Argumente, eine kluge Strategie – und smarte Ziele! Denn so nett dein Chef auch sein mag: Die Freundschaft endet beim Thema Gehaltserhöhung meist schnell.
In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du mit deinem BATNA und SMARTen Zielen zu deinem Wunschgehalt kommst.
Das erwartet dich:
- Keine Angst vor der Gehaltsverhandlung
- Vor der Gehaltsverhandlung: Strategie durchdenken!
- Was sind SMARTe Ziele in einer Gehaltsverhandlung?
- Weitere Strategiepunkte für eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung
- Mit professionellen Training zum Verhandlungserfolg
1. Keine Angst vor der Gehaltsverhandlung
Gespräche über das eigene Einkommen zu führen, fällt den meisten Menschen nicht leicht. Dennoch sind Gehaltsverhandlungen Teil des Spiels im Business – und auch aus Sicht der Arbeitgeber vollkommen akzeptabel. Selbst wenn dein Chef auf „seinem“ Geld zu sitzen scheint, sind die allermeisten Unternehmen bereit, dein Gehalt zu verhandeln – und erwarten dies zumeist auch von dir. Deine Angst vor der nächsten Gehaltsverhandlung ist völlig unbegründet, denn:
- Eine Gehaltsverhandlung ist ein normaler Bestandteil deiner Arbeit – und die Chancen, komplett ohne eine Gehaltserhöhung aus den Verhandlungen zu gehen, sind mehr als gering.
- Du kannst für die Arbeit und die Verantwortung, die dir übertragen wird, ein faires Gehalt verlangen
- Dein Gehalt muss widerspiegeln, was deine Arbeit wert ist
2. Vor der Gehaltsverhandlung: Strategie durchdenken!
Unvorbereitet darfst du niemals in eine Gehaltsverhandlung einsteigen. Denn dann wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit ein Ergebnis erzielen, das weit unter den Möglichkeiten liegt. Beschäftige dich daher im Vorfeld deiner Gehaltsverhandlung intensiv mit den folgenden fünf Strategiepunkten:
1. Wie ist das Verhältnis zu deinem Vorgesetzten? Wann hattet ihr das letzte Gespräch und wie lief es ab?
2. Analysiere, was andere in deiner Branche verdienen und überlege dir einen BATNA – die für dich beste Alternativoption, falls es bei der Gehaltsverhandlung zu keiner Einigung kommen sollte
3. Überlege dir, was genau du verhandeln möchtest. Möchtest du mehr Geld, eine Fortbildung, einen Dienstwagen, zusätzliche Urlaubstage oder sonstige Leistungen?
4. Analysiere deinen Chef! Führe ein Profiling durch. Was für Interessen und Hobbies hat dein Vorgesetzter? Welche Motive treiben ihn oder sie an? Mit welchen Argumenten kannst du den Chef überzeugen – und wann ist der beste Zeitpunkt für Verhandlungen?
5. Mach dir klar, was du möchtest – und setze dir SMARTe Ziele!
3. Was sind SMARTe Ziele in einer Gehaltsverhandlung?
SMART ist nicht nur der englische Begriff für „intelligent“, „klug“ oder „schlau“ – sondern auch ein Akronym. Und zwar nicht irgendein Akronym, sondern DAS Akronym für deine nächste Gehaltsverhandlung! SMART steht für:
S
Spezifisch bedeutet: Deine Ziele müssen präzise und genau beschrieben werden.
Konkret heißt das: Du möchtest 200 Euro mehr im Monat bekommen.
M
Messbar heißt: Geh immer mit einer festen Zahl in die Verhandlung.
Zum Beispiel: Du forderst eine Erhöhung um 200 Euro im Monat.
A
Attraktiv bedeutet: Dein Verhandlungsziel muss erstrebenswert sein und zu deinem eigenen „Reifegrad“ passen, also zu Arbeitserfahrung, Ausbildung und Fortbildung.
Beispielsweise möchtest du künftig 35 statt 40 Stunden arbeiten.
R
Realistisch heißt: Nur wenn du selbst eine echte Chance siehst, dein Ziel zu erreichen, setzt du dich auch wirklich dafür ein!
Deshalb gilt: 200 Euro mehr im Monat sind realistisch, 2.000 Euro dagegen meist nicht.
T
Terminiert bedeutet: Versieh dein Ziel mit einem klaren Zeitfenster.
Etwa so: Ab dem 1. Januar des kommenden Jahres möchtest du die Gehaltserhöhung erreicht haben.
4. Weitere Strategiepunkte für eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung
Niemand wird dir „einfach so“ mehr Gehalt zahlen. Überlege daher im Vorfeld was du für dein Unternehmen geleistet hast und lege Argumente fest, die deinen Mehrwert unterstreichen. Welche Arbeiten hast du erledigt? Wie stark hat sich der Gewinn des Unternehmens durch dich gesteigert? Und wie viel Zeit hast du dabei eingespart?
Weiterhin brauchst du die richtigen Taktiken, um im Verhandlungsgespräch dein Gegenüber von deinen Positionen zu überzeugen. Außerdem kannst du hier Anker setzen, BATNA vorbringen, Storytelling betreiben, bluffen oder charmant deinem Chef Komplimente machen.
Ein absolutes Muss vor jeder Gehaltsverhandlung: Übe den Ablauf des Gespräches mit deinen Freunden. Vor allem der Einstieg ins Gespräch sowie das Übermitteln von Angeboten und Konzessionen solltest du einüben. Dadurch gewinnst du die notwendige Sicherheit in der Gehaltsverhandlung!
Nicht zuletzt gibt es einige typische Fehler, die eine Gehaltsverhandlung scheitern lassen. Mehr zu den typischen 10 Fehlern, die du beim Verhandeln machen kannst, erfährst du hier.
5. Mit professionellen Training zum Verhandlungserfolg
Die Vorbereitung für eine Gehaltsvorbereitung stellt den entscheidenden Faktor für deinen Verhandlungserfolg dar. Es ist nahezu unverzichtbar, Verhandlungen im Vorfeld zu simulieren, um bestimmte Reaktionen und Verhaltensweisen einzustudieren – und so die nötige Sicherheit zu erlangen.
Mehr zum Thema Training erfährst du hier Sicher dir doch gleich 10 % auf dein nächstes Training bei uns und trag dich hierzu in unseren Newsletter ein!

Viel Erfolg!
Ihr Falko Nowak, Autor: Experte Verhandlungen und Vertrieb
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